Mittwoch, 30. Januar 2008

24. Lake Toba - Paradies ohne Touristen





...auch Rudi hat aufgegeben!



Typische Batakarchitektur

View from my room


...die Batakgirls von meinem guesthouse vor der Kirche. Ich war auf einer Hochzeit eingeladen. Die zweite von links, Shara, wollte mich unbedingt heiraten...


Seit einigen Tagen haeng ich am Lake Toba ab und bin entsprechend dem Titel meines Blogs quasi "angekommen"! D. h. am suedlichsten Punkt meiner Ueberlandreise. Von Lueneburg bis nach Sumatra, der fuenftgroessten Insel der Welt dauert es demzufolge mit oeffentlichen Verkehrsmitteln, wenn man sich soviel Zeit wie ich laesst rund 260 Tage! Nach Australien ist von hier uebrigens nicht mehr weit. Vor rund 20 Jahren, auf meiner ersten grossen Tour war ich schon mal am Toba, dem groessten See Suedostasiens mit einer Oberfaeche von 1700 Quadratkilometern. Im Grunde genommen handelt es sich hier um einen erloschenen Vulkankrater, gelegen auf 900 Metern Hoehe. Damals war der Danau Toba (Batak) eines der beliebtesten Reiseziele. Damals als Hippie sein und Dreadlocks noch angesagt waren!
Schon seit vielen Jahren verirrt sich nur noch selten ein Tourist hierher - aus mir nicht nachvollziehbaren Gruenden?! Am Tsunami kann es nicht gelegen haben, auch die staendigen Unruhen in Banda Ache im Norden Sumatras duerften nicht ausschlagebend sein. Selbst an den verschearften Visaregularien Indonesiens die seit 5 Jahren gelten kann es nicht liegen, denn die Packers bleiben hier schon seit fast anderthalb Dekaden aus! Der Toba ist ein Paradies ohne Touristen, was eine seltsame verwaiste Atmosphaere entstehen laest. Hotels stehen leer, Restaurants und was es sonst noch so fuer uns Touristen gibt daemmern ohne Klientel vor sich hin. Das Klima ist angenehm (tagsueber T-Shirt, abends Jaeckchen), die Leute sind nett und von der Natur koennt ihr euch ja anhand der Fotos selbst ein Bild machen. Und da gibt es noch etwas auffaeliges hier vor Ort - man hat das Gefuehl fast alle Frauen wollen einen heiraten. Und viele sind schon gen Westen verheiratet worden. Allein in meinem Guesthouse sind 2 oder 3 Familiensproesslinge Ehefrauen von Europaern geworden und das ist hier auf Samosir kein Einzelfall, sondern Normalitaet.
Die Insel Samosir, angeblich "the world's biggest island within an island" ist die Heimat der Toba Bataks. Es gibt 6 verschiedene Batak-Gruppen mit eigener Sprache (d.h. nicht Bahasa, die indonesische Landessprache), die hier verstreut rund um den See leben. Einst waren die Bataks Kannibalen - bis ins 20 Jhd. hinein. Deswegen werden sie von den Moslems auch Bataks (Fleischfresser) genannt. Die Bataks glaubten an eine Teilung des Universums, an verschiedene Koenigreiche der Goetter, uebelwollende Geister und wie bereits erwaehnt wurden Gefangene nicht als Menschen betrachtet, sondern als ausgezeichnete Speise. Heute sind die meisten Bataks bekennende Christen, an jeder Ecke der Insel Samosir sind dementsprechend Kirchen vorzufinden.
Der Lake Toba - ein Paradies ohne Touristen!

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Danke für die schönen Fotos (wie auch die Funny Signs weiter oben!) - es gibt sie also wirklich noch, die gerne bemühten "Geheimtips"...

VLG,
Ridebo

Anonym hat gesagt…

hey olivier,

na schon in indien oder gar schon auf dem mount everest?;)
hab mir deine seite mal angeschauen! sehr gelungen! und tat auch gut, fotos vom lake toba zu sehen...zumal unsere fast alle weg sind. ja, in thailand hatten wir ne menge pech! erst einen motorradunfall auf ko panghan worauf ein tag später gleich ein "überfall" folgte. hatten unsere tasche vorn im korb eines motorbikes. ein typ überholte uns und -alles weg. 2 kameras, über 400Euro...ja, das war hart. und nicht genug...sandra kaufte sich ne neue kamera, die wir 2 tage später wieder liegen ließen...so dämlich muss man erstmal sein! also, genieß deine restlichen wochen(?), pass auf alles und vorallem dich auf!!
liebe grüße Kathrin