Samstag, 29. Dezember 2007

23. als die Autos noch Gesichter hatten










...bin zur Zeit in Vientiane/Laos meiner Lieblingscapitale im suedostasiatischen Raum. Hier ist es ruhig, es gibt kaum Verkehr und die Leute sind wohl die freundlichsten der Welt. Alles geht seinen sozialistischen Gang, ja wenn man will kann man den Laoten beim Gehen die Schuhsohlen erneuern! Bin immer noch etwas schreibfaul, ihr wisst ja der ganze Stress...was ess ich heut und vor allem wo!? Ja das Leben ist schon manchmal nicht ganz einfach...diese ganzen Entscheidungen und Fehlentscheidungen des Lebens wollen genaustens ueberdacht werden! Hier in Vientiane ist die Zeit stehen geblieben und die alten franzoesischen Heauschen und Villen rotten so vor sich hin. Natuerlich tut sich auch hier etwas...aber wenn man das ganze treiben hier vor Ort mit Metropolen wie Bangkok, Hanoi oder Kuala Lumpur etc. vergleicht, findet man sich wie in einem groesseren Dorf wieder. Es ist Trockenzeit, der Mekong der Laos und Thailand voneinander trennt hat sich weit ins innerste seines breiten Flussbettes zurueckgezogen und ja es ist angenehm kuehl. Morgen ist der 31te 12te 2007, das neue Jahr wird eingelaeutet - ich hab mir ein Karte fuer die Kop Dschai Do Bar gekauft.....Buffet, Trinken ink. und einige laotische Rockbands sorgen bei 8 Euro Eintritt dafuer, das keine Langeweile aufkommt - bin ja mal gespannt...ab 1.00 p.m. beginnt dann die landesweite Sperrstunde - Sozialismus ebend! Frohes Neues Jahr...

Dienstag, 11. Dezember 2007

22. Impressions from Phnom Penh








This is i guess the most grazy city on earth. I have too think a little bit more to write something usefull - which describes this uniqe place in the right way...but it will come soon!

21. a friend of the devil is a friend of mine...


Boygroup-Pussys


The ordinary Packer in his Videobar


"Same Same - But Different"

...da war es mal wieder dieses boese Gefuehl, das sich hin und wieder in meinem kleinen Hirn breit machte?! Viele Menschen schieben solch boese Gedanken ja gerne auf ihre verkorxte Kindheit - ich sehe es aber eher als eine Reflexion meiner erlebten Realitaet. Ich war an diesem Morgen scheinbar mit dem falschen Fuss aufgestanden, ich befand mich in Siem Reap/Kambodscha, einer der Touristenhochburgen hier in Suedostasien. Ich war gerade auf dem Weg zu einem passablen Fruehstuecksplaetzchen und war bei jedem Schritt zunehmend genervter von all diesen ganzen Farangs (Langnasen), die sich hier tummelten wie Fliegen um ein Stueck Scheisse. Siem Reap ist Ausgangsort fuer eines der groessten architektonischen Wunder unseres Planeten! Die Khmer Tempelanlage Ankor Wat, die vor einigen Jahren auch als Kulisse fuer die Hollywoodproduktion Tomb Rider mit Angelina Jolie in ihrer Rolle als das Superweib Lara Croft diente. Seit einiger Zeit kann man sogar vom ehemaligen Travellerkleinod Koh Samui in Thailand (o.k. das ist schon ne Weile her!) direkt nach Siem Reap fliegen. Die Stadt versinkt im Tourismus, sie besteht quasi nur noch aus Hotels, Restaurants, Bars, Souviniershops, Travellagencies und sonstigen Schnickschnack.
Zurueck zu meiner aufsteigenden Boshaftigkeit: Ich hasste Sie alle an diesem Morgen, Alle: die Tuk-Tuk driver und die Moto-driver, die einen staendig vollquatschten, vor allem aber die vielen Touristen waren es, die mich nervten - dabei war ich selbst einer von Ihnen! Ich konnte es nicht mehr ertragen dieses elende Touristenpack!: die schlecht gekleideten Pauschaltouristen - die ausehen wie Rentner die Florida gebucht und sich verlaufen haben; die digitalisierten Grosswildjaeger mit ihren ueberdimensionalen Kameraobjektiven, die vor nichts halt machten, aber von nichts ne Ahnung hatten; die fetten Sextouristen mit ihren Schweissperlen auf der Stirn; die neokapitalistischen verlogenen Twentysomethings in ihren Che Guevara T-Shirts und dem Handy am Ohr; die zittrigen Rentner, die sich hier immer mehr breit machten - da ihre Rente im eigenen Land nichts mehr wert war - o.k., o.k. ruhig Blut Brauner, halte deinen Zorn im Zaum! Fast jedes Lokal hier in Siem Reap war mittlerweile im Besitz eines dieser Silberlocken, die Einheimischen durften in diesen dann fuer 50 US Dollar im Monat die Drecksarbeit erledigen. Der Altersunterschied zu ihren einheimischen Frauen betrug nicht selten weniger als 40 Jahre - und so sollte es auch sein, da war man sich in der eingeschworenen Gemeinde schon einig. Ich sass so manches Mal an solchen Tischen und habe solche Gespreache belauscht, waehrend das Pack abgedroschen vor sich hin jauchzte und lachte und ueber Erziehungsmassnahmen ihrer Geishas diskutierte! Vor allem aber gingen mir an diesem Morgen der konventionelle "Backpacker" auf den Keks. Mich ueberkam mittlerweile immer mehr das schleichende Gefuehl, dass solche alle uniformiert bzw. geklont waren! Mann/Frau traegt entweder ein Che Guevara - Beer Lao - oder - Danger Cambodia Landmines - T-Shirt. Man befand sich schliesslisch in einem gefaehrlichem Land und das sollte jeder wissen. Fuhr aber letztlich in klimatisierten Bussen nichts anderes als die Lonely Planet Route ab. Der groesste Witz waren aber die "Same Same - But Different" T-Shirts, dass fast jede(r) 2te traegt. Ironie des Schicksals, wo sie doch fast alle gleich waren! Kultur, das Verborgene, das noch zu Entdeckende interessierte den durchschnittlichen Backpacker wenig - man war unterwegs, weil es, wie heisst es so schoen, "On Vogue" ist. Einige behaupten gerne, es solle gut fuer die Karriere sein mal die Welt mit anderen Augen gesehen zu haben - in meinem Fall trifft das wohl nicht mehr zu!
Der herkoemmliche Backpacker wird vielmehr gereisst als das er reiste und merkte dies noch nicht mal, wenn er sich abends in seiner Langeweile dumpf die schlechten Hollywoodvideos und Seifenopern in den Guesthouses oder Videobars anschaute. "Desperate Houswifes" und Sex in the City" und solcher Quatsch standen ganz oben auf der Liste. Der Rucksack wurde mittlerweile nicht selten vom Trolley abgeloest, die Maedels tragen pinkfarbene Miniroecke, sexy Tops und Stoeckelschuhe....alles ist schick und fein. Der gewoehnliche "Packer" wie er etwas abfaellig von den sog. Expat's (obwohl die auch keinen Deut besser sind!) bezeichnet wird, hat ,wie bereits erwaehnt, gerne sein Handy am Ohr (mit wem telefonieren die eigentlich immer?), spielt abends Counterstrike und andere Videogames im Internetcafe und traegt vor allem gerne seine Tattoos als Trophaehen seines abenteuerlichen Lebens zur Schau. Das Tattoo schaut dabei in der Regel neckisch - fast wie zufaellig - unter dem T-Shirt Aermel oder an anderen Stellen hervor, die Dame traegt es gerne auf der Schulter, dementsprechend ist das Top auch geschnitten. Immer beliebter wird es in den letzten Jahren auch, den ganzen Arm bis zum Handgelenk mit Taetowierungen in bunten Farben zu versehen -"Hillybillystyle" hab ich mal irgendwo gelesen nennt sich dieser Quatsch?! Anthony Kidies, was hasst du da bloss angerichtet, alle folgen dir auf der Suche nach ein wenig Individualitaet wie einem Hirten! Die Gegenbewegung, sprich die Laserindustrie, die irgendwann kommen wird bzw. schon existiert wird es dir aber nochmal danken und viel Geld damit verdienen! Warum gibt es bloss noch kein T-Shirt "I hate Tattoos" - ich wuerde es mir sofort kaufen. Der herkoemmliche Packer laesst sich in mehrere Kategorien einteilen: Besonders aufaellig und haeufig tritt hier die "Boygroup-Pussy" in Erscheinung - ein Begriff, den ich neulich aus einem alten Spiegelinterview von dem schwarzen Rapper 50 Cents (das ist dieses ekelhafte Muskelpaket mit den fetten Ringen an seinen Wurstfingern, dass staendig damit herumprahlt, das es neun Pistolenkugeln ueberlebte) uebernommen habe, als er sich ueber Justin Timberlake aeusserte. Wenn ich nur einmal amerikanischer Praesident waere, wuerde ich als erstes diese ganze Hip-Hop Scheisse verbieten - dieses ganze Gejammer ueber die Ausbeutung, die man immer noch nicht verarbeitet hat - aber dann in den Videos mit fetten Schlitten und aufgedonnerten Tussies durch die Strassen amerikanischer Metropolen cruisen usw....fuerchterlich! Hip-Hop, i am really sorry, ist fuer mich die duemmste und widerspruechlichste Erfindung der Popkultur. Aber auch diesbezueglich gibt es leider noch keine Anti T- Shirts!
Zurueck zur Boygroup-Pussy, sie kommt seltsamer vor allem aus dem Vereinten Koenigreich (d.h. nicht das ich Briten nicht mag), oft aber auch aus dem skandinavischen Raum oder aus Israel. Sie traegt bevorzugt 3/4 lange Army oder Hawai-Shorts und bevorzugt, wie der Begriff als solches schon impliziert, eine gegelte oder hochtoupierte Boygroupfrisur im Stile etwas aelterer Bands wie Take That oder Boyzone. Die Boygroup-Pussy ist in der Regel recht trinkfest und laut, dabei aber nicht unbedingt unfreundlich! Kultur interessiert sie nicht, man unterhaelt sich uebers Shopping, wo man als naechstes hinfaehrt oder wie teuer das "Around the world ticket" war oder auch nur ueber den Pfannekuchen an der naechsten Strassenecke. Alles ist great, awesome oder nice: spezifischere Beschreibungen von Eindruecken gibt es in der Regel nicht. Neulich sass ich in Battambang, der zweitgroessten Stadt Kambodschas, mit 6 solcher Pussies an einem Tisch beim Abendbrot - sie langweilten mich, um es milde auszudruecken zu Tode, aber ich wollte der Sache eine Chance geben. Wir tranken Bier und rauchten Zigaretten. Meine Sorte nannte sich Alain Delon. Um die Unterhaltung mal in eine andere Richtung zu lenken, fragte ich ob den der gute alte Mr. Delon wohl wuesste, ob es hierzulande eine Zigarettensorte mit seinem Namen gaebe? Alle schauten mich verdutzt an und fragten mich, wer denn Alain Delon sei?! Versteht mich nicht falsch, ich glaube nicht, dass es notwendig oder wichtig ist, im Leben Alain Delon zu kennen. Wenn aber 6 Westler gleichzeitig diesen Namen noch nie gehoert haben, gibt mir das wirklich zu denken! Neulich fragte mich sogar eine Kanadierin was fuer eine Sprache wir in Deutschland sprechen! Und ein Deutscher mit schlechten Zaehnen, den ich in Suedthailand bei einem Bier kennenlernte fragte mich ob den Malaysia im Norden oder im Sueden von Thailand laege!!! O.K. soweit so gut, kommen wir nun zur zweiten Spezies unter diesem Touristenpack, eine Variante Mensch, die uebrigens auch in der Deutschen Republik immmer haeufiger aufzutreten scheint. Ich nenne sie die Bruce Willis Variante: der Willis-Typus traegt wie sein "Rollenmodel" gerne Glatze, nicht zuletzt natuerlich wegen seines ueberhoehten Testosteronspiegels! In der Regel stammt er seltsamer Weise auch oft von der Insel, traegt gerne Armyklamotten und Tattoos und vor allem.......................?!!! AAehhhhhh! CUT!!
Mittlerweile sitze ich in einem kleinen netten Cafe und mein Adrenalinspiegel hat sich weit abgesenkt. Um die Ecke bog gerade eine alte schwarze 190er Mercedes Heckflosse, schaetze mal so Baujahr 68. Herrlich! Oder war es eventuell der Farang, der mit seiner huebschen Khmer auf dem Sozius soeben auf seinem Motobike an mir vorbeirauschte, der mich aus dem Konzept brachte? Die Boshaftigkeit hat nachgelassen, ich fuehle mich besser und kann nicht mehr weiterschreiben! Wie sang noch mal John Lennon "All you need is love" dab da dab da dab.................

20. Toul Sleng

Hier vorab einige Bilder aus dem beruechtigten S-21, der 1ten Folterkammer von Brother Nr. 1, auch bekannt als Pol Pot - Chefideologe der Khmer Roughe. Ich hab mir in Krakau Auschwitz angeschaut...man soll ja nicht vergleichen, aber!

Bild unten: Die Fuehrungselite der Roten Khmer



Wie bei Adolf, alles fein saeuberlich organisiert bis zum Tod!
Auch einige Westler die das Land nicht rechtzeitig verlassen konnten fielen neben allen Brillentraegern und Halbgebildeten etc. dem Regime zum Opfer...




Dieses Schild weisst darauf hin: Lachen verboten!








19. Laos

The Akhas....in Nordlaos, ja hier muss ich daemnachst mal ran

18. Kerouac lebt!


Got this one today from Sam the Australian - a big Kerouac fan, we playing Radiohead song's and other stuff until the very morning light in Kashgar...smoking and drinking...links neben mir sitzt Bambi aus Deutschland, er hat sich die Anreise noch beschwerlicher gemacht als ich, naemlich auf zwei Raedern sprich Fahrrad. In Pakistan hat man ihn wochenlang durch das wilde Balutschistan mit einer bewaffneten Spezialeinheit mit Pick up usw. eskortiert, das ganze uebrigens auf Kosten der pakistanischen Regierung! Abends rauchte er mit den Staatsdienern Wundertueten, in Pakistan rauchen eben alle, wer weiss vielleicht ja sogar die Parlamentarier. Das ganze, so Bambi war letztlich fuer ihn gefahrlicher als wenn er alleine gefahren waere. Denn Polizisten sind Komplitzen Pervez Musharrafs, d.h. Freunde from our beloved Mr. Bush, insofern beliebte Zielscheiben. Es waren noch ne Menge anderer Genossen am Tisch die aber leider nicht auf dem Foto sind. Das ganze kommt mir schon so lange her vor, dabei sind es nur 4 Monate!
Die Beats in den spaeten 40ern sind ja damals nicht nur durch die Gegend gereist um neu zu experimentieren und zu erfahren, sondern wie William S. Burroughs einmal sich in einem Interview aeusserte nicht zuletzt http://en.wikipedia.org/wiki/William_S._Burroughs
um die Dauer der Zeit verlangsamen?! Das klingt zunaechst naiv...aber durch den staendigen Ortswechsel, das staendige umherirren und durch die vielen Erlebnisse und Eindruecke die einem widerfahren nimmt die Zeit eine andere zumindest gefuehlte Dimension oder noch besser Dimensionalität an, davon ist sogar der sonst wenig so spirituelle Herr Schiewe ueberzeugt.