Montag, 18. Mai 2009

wir sind umgezogen...

on the road again....

hi folks, wir sind umgezogen, aber unter folgender adresse zu erreichen:

hi folks, we have moved to the following adress: see you there


on the road again

Sonntag, 2. November 2008

41. just a normal day...



Landschönheit having her lunch!

Nong Khai ist eine Kleinstadt im Nordosten Thailands ungefaehr in der Groessenordnung Lueneburgs, gelegen am am Ufer des Mekongs. Auf der anderen Seite des grossen Flusses liegt das weitaus aermere Laos. Von den 'Riverside-restaurants' der jeweiligen Ufer könnte man sich quasi gegenseitig zuwinken.

Das ruhige beschauliche Nong Khai hatte sich mit der sog. Friendshipbridge, die beide Laender miteinander verbindet vor allem auf den Warenexport in das kommunistisch regierte Lao P.D.R. eingestellt. Ich wollte eine Nacht in dieser doch eher unspektakulaeren Kleinstadt verbringen. So ein wenig Feldforschung in der Provinz, bevor es weiter Richtung Heimat zur grossen Drehscheibe Suedostasiens, in die Kapitale Bangkok gehen sollte. Ich hatte schon seit geraumer Zeit das Gefuehl, dass es an der Zeit war fuer mich eine Auszeit zu nehmen, von meinem Leben "on the road"! Nicht aus finanziellen Gruenden, sondern vielmehr wegen "zuviel gesehen - zuviel erlebt"! Alles ist mir zur gewoehnlich geworden, ohne es zu wollen - mein neugieriger Blick war nicht mehr intakt. Ferner sind ganz nebenbei die guten alten Adidas Samba Turnschuhe runter, die Nikon Digital Kamera nunmehr voellig am Ende und der Reisepass voller Stempel und Visa. So voll, dass ich mich vor kurzem selbst kriminalisierte, indem ich sorgfaeltig ein indonesisches Visa von einer der Seiten des Passes entfernte um Platz zu schaffen fuer ein Laosvisa! Die anschliessend noch leicht klebrige Seite auf dem sich das indonesische Einreisedokument befand versuchte ich anschliessend mit Rasierwasser zu reinigen! Ohne grossen Erfolg muss ich gestehen...

Es war noch frueher Mittag als ich mit meinem Gepaeck die Guesthouses von Nong Khai nach einem billigen Zimmer abklapperte. Dabei kam ich an einer Bar vorbei, sie trug den Namen Skandinavian Bakery. An einem der Tische, sassen so um die 10 abgehangene Maenner, ab 55 Jahre aufwaerts mit Schweissperlen auf der Stirn und fettigem Haar - d.h. in dem Falle in dem sie noch welche besassen. Ihr Tisch stand voller Bierflaschen und einer der Herren gestaltete haesslischer als der andere?! Es wird einem in der westlichen Welt ja immer eingeredet, dass die innere Schoenheit die eigentliche und wichtigere waere. Diese schien man mir an diesem Tisch aber bereits versoffen zu haben! Recht schnell wurde mir bewusst, dass sich das unspektakulaere Nong Khai wirtschaftlich ein zweites Standbein geschaffen hatte. Expats, sie fuehlten sich hier wohl - nicht zuletzt wegen der Naehe zur Republik Laos - fuer den sogenannten Visarun! Viele betagte Maenner aus der priviligierten Welt hatten sich also hier nieder gelassen, um billig den Rest ihres Lebens zu verbringen. Fuer rund 100 Euro im Monat konnte man sich hier vor Ort ein Appartment mit allem Komfort mieten. Auch das Essen ist billig und natuerlich gab es wo Nachfrage ist auch Maetraessen. Ein verlockendes Leben also?! Da gab es graumelierte Herren die fast um 2 Meter gross waren und so dicke Oberarme hatten wie die Oberschenkel von Miroslav Klose. Die Plauze ragte oft so weit nach vorne, dass sie ihre Schuhspitzen nicht mehr erkennen konnten. Und an der Hand hielt man nicht selten ein kleines ca. 1,50 m grosses schokoladenbraunes Maedchen, dass auf Zehenspitzen gehen musste um ueberhaupt an die Hand des westlichen 'Liebhabers' zu reichen!

Nachdem ich dann in einem lausigen 100 Bhat Zimmer eingecheckt hatte (es mal mal wieder etwas Zeit zu leiden - nach den luxerioesen Behausungen meiner vergangenen Reisewochen ) wollte ich zum oertlichen Bahnhof um mir ein Ticket fuer den Nachtzug am darauffolgenden Tag nach Bangkok zu besorgen. Herauszufinden wo sich dieser befand, gestaltete sich zunaechst schwieriger als gedacht, da die Thais immer noch so schlecht Englisch sprechen wie vor 20 Jahren. Der Bhf. lag ca. 4 km ausserhalb des Zentrums und ich wollte dort zu Fuss hin. Nicht zuletzt um das Staedtchen naeher kennen zu lernen. Ich lies mir das Wort Bhf. in Thai auf ein Kaertchen schreiben - um den Weg zu meinem Ziel besser zu finden. Unglaeubig schuettelten die Thais immer wieder den Kopf, wenn ich nach dem Weg fragte. Man zeigte mit dem Finger auf ein Tuk-Tuk. Die Strecke waere doch viel zu weit ohne fahrbaren Untersatz. Eine Strecke die weiter ist als 500 m wird in Asien nicht zu Fuss gegangen. Ein Phaenomen das ich wohl nie ganz verstehen werde. Zu Fuss gehen ist in Asien einfach uncool!

Auf dem Rueckweg vom Bhf. machte ich dann Halt in einem Internetcafe. Neben mir sass ein gepflegter, aelterer, nach Rasierwasser duftender in weissem schicken Hemd gekleideter Franzose. Er machte auf Busineesman, NGO oder UNO-Mitarbeiter. Dieser Typus tritt in den letzten Jahren im haeufiger in das Erscheinungsbild der Touristenszene, so meine Feststellung. Man gibt sich gepflegt, weltmaennisch, macht auf "elder statesman". Wohl nicht zuletzt weil die Frauen drauf zu stehen scheinen!

Der Franzose giggelte staendig vor sich hin, was nach einer Weile meine Neugierde entfachte. Ich schaute mit meinem linken Auge vorsichtig schielend rueber auf seinen Bildschirm, um herauszufinden worueber sich unser Gentleman denn so amuessierte. Er schaute sich zu meinem erstaunen Videos an, auf denen Tiere auf bestialische Art und Weise zu Tode gequealt wurden. Ich wusste gar nicht das es so etwas gibt, muss aber auch dazu sagen das ich nie darueber nachgedacht habe!

Ein Hund war da zu sehen, den man an seinen Hinterlaeufen an 2 Haken aufgehaengt hatte. Ein Mann war dabei diesem bei lebendigem Leibe das Fell abzuziehen. Das Tier windete sich und jaulte vor Schmerz. Es war es eine lange aufwendige Prozedur. Denn so einfach liess sich das Fell des Hundes ohne Hilfmittel wie einem Messer oder aehnlichem nicht von dessen Koerper trennen. Das Fell wurde ihm quasi in seiner Gesamtheit vom Hinterteil aus gesehen ueber die Ohren gezogen. Um das Spektakel scharrten sich Maenner die lachten. Dem Video nach zu urteilen muss der Clip irgendwo in Nordostchina oder Pakistan gedreht worden sein. Auch unser Franzose schien je mehr sich das Tier quaelte zunehmend an Freude zu gewinnen. Irgendwann - nach 5 langen Minuten war es dann endlich so weit. Der Hund war nackt! Er sah aus wie ein Alien aus einem Fantasiestreifen, war aber erstaunlicher Weise immer noch am Leben. Er zuckte noch vor sich hin. Man schmiess das Tier auf den Boden und ein letztes Mal hob die Kreatur ihren Kopf und schaute unglaeubig in die staunende Menge. Dann drehte er langsam seinen Kopf nach links und rechts. Ich hatte ploetzlich das Gefuehl, dass er mich mit seinen traurigen Augen an denen sich sogar noch die Wimpern sich befanden anschaute! Er vermittelte mir die Botschaft – warum habt ihr das mit mir gemacht, was hab ich Euch denn getan? Was seit ihr bloss fuer seltsame Wesen ihr Menschen. Dann legte er langsam seinen Kopf zur Seite und verschied. Mir kamen die Traenen (was eher selten passiert) und ich verspuerte in diesem Augenblick einen unglaublichen Hass auf den Franzosen. Dieser hatte das auch mittlerweile schon bemerkt und warf mir einen abfaelligen Blick zu. Nach dem Motto; misch dich nicht in meine Angelegenheiten ein. Er stand auf und verschwand scheinbar befriedigt auf seinem Motorroller. Ich blickte ihm hinterher und aergerte mich, dass ich ihm keines auf die Fresse gehauen habe!!!

Wo befindet sich die Grenze zwischen Toleranz und Zivilcourage? Hier agierte ich ohne Zweifel sicherlich zu feige! Das Video verfolgte mich noch den ganzen Rest des Tages bis tief in die Nacht hinein. Gegen 1 Uhr morgens schlief ich dann endlich in meinem Moskito verseuchten 100 Bhat Zimmer ein.

Mittwoch, 3. September 2008

Mittwoch, 2. Juli 2008

38. Exit Music (for a Film...) Teil 1

Der 'Art Deco' manifestiert sich als Stil in einem Schwimmbad in Sumatras Hauptstadt Medan - erbaut um 1928. Der Jugendstil geht mit dem Art Deco in die klassische Moderne ueber. Zwischen 1920 und 1940 haelt dieser Stil Einzug nicht nur in Architektur, sondern auch Moebeldesign, Malerei, Film in der Plakatkunst etc.. Die Ornamentik reduziert sich auf ein Minimum. Pastellfarbene Flaechen und schlichte Eleganz dominieren das neue Industriedesign, dass sich oftmals zeitgemaess in Bauten wie Kinos, Bahnhoefen usw. wieder findet.






Samstag, 14. Juni 2008

37. Jigsaw Falling Into Place...

Punks in Darjeeling, da wo der Tee waechst...; Ein bischen Ramones, etwas Cindy Lauper gemischt mit ner Prise Ska. Man achte auf das Gelb des Taschentuches der linken Person, abgestimmt mit dem gleichen Farbton des Gelbes der Slipper. Zufall?


Missgebildete Kuehe gelten als heilig in Indien - siehe Auswuchs am Hoecker...

Allerspaetestens seit es feststeht, dass Barak Obama fuer die Demokraten im Land der unbegrenzten Moeglichkeiten als Praesidentschaftskandidat antritt, fallen die Preise fuer Anti- Bush T-Shirts auf dem Weltmarkt fast taeglich auf ein neues Allzeittief. Die Ware muss vom Markt bevor unser Welt derzeit liebster Boesewicht in Vergessenheit geraet. Die Zeit wird knapp, nur noch 6 Monate bis zur Wahl!

Es bleibt also nicht mehr viel Zeit um sich nach einem neuen Teufel umzuschauen?! Es war schon einen seltsame Komik, die sich waehrend (o.k. sie dauert ja noch an) den 2 Bush Legislaturperioden abspielte. Vor allem der Zeitraum, indem die Anti-Bush Hysterie ihren Zenit erreichte...die wuerde ich so ca. vor 3-4 Jahren einorden, hatte etwas von Absurdistan. Bush jr. wurde durch seine Suenden und mit Hilfe der Medien zum universellen Pruegelknaben der Weltgemeinde - so eine Art Che Guevara des Boesen. Menschen die sich sonst kaum fuer Politik interessierten trugen ploetzlich Anti-Bush T-Shirts. Wenn man nur seinen Namen hoerte kam man schlecht drauf, vernahm ich hier und da. Ueber Bush zu schimpfen war schon aehnlich unverfaenglich wie uebers gestrige Fussballspiel zu plaudern. Smalltalk - man lag quasi nie falsch und hatte anschliessend sogar das Gefuehl etwas Gutes getan zu haben. Es wurde uns wohl noch nie so einfach gemacht ueber Politik zu reden. Mr. Bush war Omnipraesent! Alle anderen Boesewichte auf dieser Welt und von denen gab und gibt es auch heute noch reichlich, kamen durch die Dominanz des amerikanischen Praesidenten fast ungeschoren davon. Bush erinnerte manchmal an einen ruppigen zornigen Mittelfeldspieler einer Fussballmanschaft, der nur schwer vom Ball zu trennen war, alle Gegener auf sich zog um seinen politischen Mitakteueren freien Raum zu gewaehren - damit diese unbehelligt einzulochen konnten!


Auf meinen letzten zwei Pakistanreisen wurde mir immer wieder versichert, dass hinter jedem Bombenanschlag George W. Bush jr. stecken wuerde - und Bombenanschlaege gab es viele in Pakistan. Man koennte sagen, sie gehoeren zur Tagesordnung. Ein Moslem wuerde so etwas nie machen versicherte man mir immer wieder, dass verbiete einem naemlich der Koran. Da waren sich die Pakistanis schon recht sicher! Bush avancierte zu einem politischen Jesus, der ob er wollte oder nicht fuer alles Unheil auf dieser Welt seinen Kopf hinhalten musste. Ueber ihn zu schimpfen war sowas wie Busse tun. Man konnte beim Kiosk um die Ecke eine Schachtel Zigaretten klauen. Und wenn man danach ueber Bush schimpfte, hob sich die Tat quasi wieder auf - sie neutralisierte sich. Das war schon ein Klasse Konzept. Ein Bekannter von mir war im Zuge des Hoehepunktes der Anti-Bush Euphorie sogar voellig davon ueberzeugt, dass Herr Bush auch bei dem mysteriousen Tod von Kurt Cobain seine Finger im Spiel hatte. Obwohl passt das eigentlich zeitlich zusammen, da muss er wohl noch Senator oder Buergermeister irgendwo in Texas gewesen sein?! Nun ja - frueh uebt sich!


Wie Schoen, dass spaetestens im Oktober dieser Unheilbringer von der politischen Buehne komplett abtreten (anders als Putin, der ja ueber einen gelungenen Streich immer noch am Hebel sitzt) muss. Hoffentlich wird sich die Welt zu einem besseren veraendern?! Aber was wird aus Uns, den Medien, den Arbeitspleatzen in der T-Shirt Industrie usw.. Brauchen wir nicht einen neuen Pruegelknaben, einen der unsere selbstlose positive Gesinnung untermauern kann.

Heisser Tip fuer alle die nicht solange nachdenken wollen: Wie sieht es den aus mit dem sudanesischen Pol Pot, Praesident Umar al-Baschir - ich gebe zu sein Name laesst sich etwas schwer merken, aber wer etwas Zeit hat und ein wenig recherchiert wird schnell feststellen muessen, dass er es als Bosewicht ohne weiteres mit George W. aufnehmen kann. Oder wie waere es den mit dem simbabwischen Diktator Robert Mugabe. Ueber 20 Jahre im Amt und Meister einer Hyperinflation. Seine affenaehnliche Physiognomie wuerde sich doch gut auf jedem T-Shirt machen?! Halt nein! Bei genauerem Nachdenken sind diese Herren wohl doch nicht so geeignet. Sie sind zwar auch ziemlich boese - aber schwarz! Zu verfaenglich, zu viele Nebenkonotationen - nicht uneingeschraenkt Alltagstauglich. Zu schnell koennte man mit deren Konterfei in ein falsches Licht geraten. Anderer Vorschlag...wie sieht es den aus mit dem neuen Lebenspartner des italienischen Exmodels Carla Bruni, Monsieur Nicolas Sarkozy. Der hat vor nicht allzu langer Zeit doch schon als Innenminister fuer Furore und steigende Aktienkurse franzoesischer Autohersteller sorgen koennen!

Kloster in ehemaligen Koenigreich Sikkim. Sikkim trat 1975 als 22 Staat der indischen Union bei.



Das ist der Tibeter Palla, 81 Jahre alt...hat 11 Kinder von drei verschiedenen Frauen - sein juengstes ist 6 Jahre alt?! Palla war 30 Jahre Koch fuer seine Heiligkeit den 14ten Dalai Lama. Angeblich kennt er auch noch den Oestereicher Heinrich Harrer. Wir erinnern uns auch noch an ihn, wurde spaeter mit Brad Pitt verfilmt: "7 Jahre in Tibet". Heute lebt Palla im Exil in West-Sikkim und betreibt ein Guesthouse...

Alltag in Indien...oder anders formuliert, immer alles noch beim Alten - trotz Wirtschaftsboom und fast Allzeithochs des Sensex

Mittwoch, 21. Mai 2008

36. a friend of a devil is a friend of mine...Teil 2

Egal wo hin ich auch schaute, ich wurde waehrend meines Trekks zum Everest staendig von dummen ueberfluessigen Aufklebern verfolgt, hinter der sich aus meiner Sicht nichts anderes als eine dumpfe narzistisch veranlagte Profilierungssucht verbarg! Der Blick nach draussen wurde einem permanent verwehrt. Mein neugieriges Auge konnte sich den Weg nach draussen in die Natur nur schwerlich bahnen...

Jeder Trekker, jede Nation - ja bis hin zur deutschen Malerfirma aus Erlangen musste ein Logo hinterlassen. So nach dem Motto: Ich war da - ich hab's geschafft!

Das Ganze ging mir zunehmend auf den Zeiger. Ich wollte etwas fuer den Umweltschutz (?!) tun, aehh und vor allem wollte ich...

...wieder aus dem Fenster schauen koennen - um die schoenen Berge des Himalayas zu sehen. Deswegen mutete ich mir ja immerhin solche Strapazen zu...


Besonders ein gewisser Dr. aus Leipzig, schien sich voellig im Verewigungswahn verirrt zu haben! Es musste ein...


situationistischer Angriff her, im Sinne des Rumaenen Isidore Isou - dem Begruender des Lettrismus. Nur so konnte meine zarte Seele wieder Frieden finden!

Sehr geehrter Dr. Olaf Rieck,

seit knapp 2 Wochen tapere ich nun schon entlang der Trekkerautobahn von Jiri nach Gokyo - durch die herrliche himalayische Khumbu Region. Welch schoene und erholsame Wanderung! Seit einigen Tagen fuehle ich aber nun ein leichtes Unbehagen in mir. Zuerst wusste ich gar nicht wie dieses Gefuehl entstanden war, aber heute morgen als ich meine hot lemon in meinem Guesthouse schluerfte wurde ich mir der Ursache meines Unwohlseins bewusst. Es waren die unzaehligen Aufkleber der Trekker und Trekkingorganisationen an den Fensterscheiben, die mir in ihrer Fuelle die Sicht nach draussen in die Natur versperrten! Oft gab es kaum noch eine Stelle durch die man hindurchblicken konnte. Ist das nicht furchtbar Herr Doktor? Da macht man sich so einen weiten beschwerlichen Weg durch die duenne Bergluft des Himalayas und kann von den touristischen Lokalitaeten nicht mehr mal die Gipfel der herrlichen Berge erblicken. Das weitgereiste hungrige Auge nimmt nur noch banale Aufkleber von Malerfirmen, Bierbrauern, Landesflaggen diverser Nationalitaeten und vor allem Logos von profilierungssuechtigen Trekkern wahr. Man hat das Gefuehl man befindet sich in einer Form von postmodernem Neokolonlianismus, den die armen Nepalesen hier vor Ort erdulden mussen. Manchmal ist mir dabei so schlecht geworden, dass mir das Dal Bhat buchstaeblich im Rachen stecken blieb.
Vor allem ihr Aufkleber Herr Dr. Rieck, geriet staendig in mein Blickfeld: "Abenteuer Leben" musste ich ueberall lesen - muss man promoviert haben um auf so einen Quatsch zu kommen?! Sie verkaufen sich als Abenteuerer und wissen doch genau, dass alles hier auf der nepalischen Trekkerautobahn vollkommen durchorganisiert und vermarktet ist. Von der Pizza zum Schokoladenkuchen bis zum 24 hour open Bar in Namche Bazaar ist hier alles zu haben! Wollen sie uns etwa fuer dumm verkaufen? Sie wissen doch selbst, dass heutzutage jeder finanzkraeftige Geltungssuechtige auf Leitern den Mt. Everst erklimmen kann, waehrend der arme Sherpa ihm weiter unten das Yaksteak zubereitet. "Brave new world" um es mit den Worten von Aldous Huxley zu umschreiben. Alleine 35 Mal ist mir ihr Aufkleber aufgefallen, welch Verschandelung einer so wertvollen Kulturregion. Welch toerichter Narzismus wohnt in Ihnen Herr Dr. Rieck? Sie benehmen sich wie ein raeudiger Kater, der ohne Ruecksicht auf Umwelt und Natur egoistisch sein Revier absteckt! Wissen sie ueberhaupt wieviel Giftstoffe die Herstellung solcher Aufkleber produziert? Nein?! Dann schauen sie bitte schnell mal im Internet nach! Ich glaube Sir Edmund Hillary wuerde sich im Grab umdrehen, wenn er von ihren dummen Jungenstreichen erfuehre! Ich habe deshalb in Uebereinkunft mit vielen anderen Trekkern beschlossen (mit dem von mir erworbenen Spachtel auf dem Samstagssmarkt in Namche), ihre ueberfluessigen Aufkleber zu entfernen! Ich gehe davon aus, dass sie als gebildeter Mensch meinen Auftrag nach dem lesen dieses Schriebs verstehen und dieser auch in ihrem Sinne ist. Ach ja, ganz nebenbei bemerkt, kommen sie bitte nicht wieder erneut auf die Idee die Scheiben der jeweiligen Lokalitaeten zu verkleistern, denn ich als auch andere Umweltschuetzer werden jedes Jahr erneut dafuer Sorgen das diese wieder entfernt werden.


In diesem Sinne - mit freundlichen Gruessen der Robin Hood Der Nepalesischen Fensterscheiben

Montag, 12. Mai 2008

35. Auf den Spuren von Ed...

In Louis Trenker Pose vor dem Mt. Everest

Ed Hillary: Koennte so event. die Personifizierung des Begriffs "Mannsbild" aussehen?


Me, in Sir. Edmund Hillary's room in Junbesi


Maoistisches Wahlplakat: Der Parteivorsitzende Prachanda; oben links die Ideologischen Vorbilder... Marx, Engels, Lenin, Bruederchen Stalin (in diesem Falle hat man wohl die Geschichtsbuecher nicht richtig gelesen) und Mao

Blick auf die Gokyo Seen von Gokyo Ri

Unser Spanferkel hat waehrend des Trekks einige Kilos gelassen

Strassenkind in Kathmandu....


...ich residierte im Zimmer mit der Nr. 6, im Anka Jhung Guesthouse in Junbesi. In diesem Zimmer wohnte vor einigen Jahren fuer einige Tage Sir Edmund Hillary, der Neusselaender der im Jahre 1953 als erster Mensch mit seinem Begleiter Sherpa Tenzing Norgay den Mt. Everest (8848m) bestieg. Junbesi ist fuer die Verhaeltnisse in der himalayischen Bergwelt ein recht wohlhabendes Dorf mit mehreren Lodges, natuerlich einer Edmund Hillary Schule sowie einem kleinen Wasserkraftwerk, dass den 200 Seelenort 24 h am Tag mit Strom versorgte. Das ist schon ein nicht zu unterschaetzender Luxus in der nepalesischen Bergwelt - sind doch schon die Hauptstaedter in Kathmandu manchmal bis zu 10 Stunden am Tag auf die Unterstuetzung von Generatoren und Kerzenlicht angewiesen. Ich hatte manchmal sogar das unterschwellige Gefuehl, dass sich die noch derzeit im Amt befindliche Regierung (eine korrupte Koalition aus Kongress + Marxistisch-Leninistischer Partei) insbesondere kurz vor den Wahlen gerne noch mal an den Hauptschaltern der Versorgung spielte - um das Volk noch mal etwas zu demuetigen!

Es war Wahlzeit in Nepal, es gab die ueblichen Sicherheitsvorkehrungen und man hatte sogar die Landesgrenzen geschlossen um vermeindtliche Stoerenfriede auszusperren?! Die UN war als Wahlbeobachter vor Ort. Es war eine immens wichtige Wahl fuer das kleine Land am Fusse des Himalayas, auch wenn sich nach Meinung der meist von mir Befragten, sich nach dieser nichts gravierendes veraendern wuerde. Alles werde so bleiben wie es ist, da war man sich jetzt schon ziemlich sicher. Zu tief war die Korruption im Wirtschaftsleben, in der Kultur und der Politik verwurzelt. Nach dem 'CPI-Corruption Index' rangierte Nepal im Jahre 2006 auf Platz 121 von 163 registrierten Laendern. Ich fragte mich warum liebe Leute waehlt ihr den dann ueberhaupt - ich meine wenn sich den eh nichts veraendere? Wir haben keine andere Wahl hiess es meist einvernehmlich. Wir wollen Veraenderung und die amtierende Partai ist dazu nicht imstande, deswegen waehlen wir die Maoisten auch wenn die auch nichts veraendern werden???! In einer Sache schienen sich jedoch die meisten Nepalesen einig. Man wollte den amtierenden Koenig Gyanendera loswerden, der sich vor einigen Jahren durch einen dubiosen, nie ganz aufgeklaerten Streich auf den Thron hob. Liebeskummer soll dabei im Spiel gewesen sein heisst es! Die Nepalesen wollten also weg von der Monarchie, man wollte eine Republik werden.

Wir sind auf dem Weg zum Everest bzw. zum Gokyo Ri, ein technisch unschwierig zu besteigender Berg auf knapp 5400 Metern Hoehe, von wo man einen guten Ausblick auf die Achtausender des Zentralhimalayas hat. Wir waren erst 5 Tage unterwegs, befanden uns aber erst auf 2700 Metern Hoehe. Aber man merkte bereits deutlich das staendige Auf und Ab, der bis zu 10stuendigen Maschiereinheiten, sowie das Gewicht des Rucksackes in den Fuessen und Schultern und sonstwo. Dabei trugen wir im Vergleich zu den nepalesischen Portern gerade mal laecherliche 10 Kilo an Gepaeck. In die Hoehen der nepalesischen Bergwelt wird fast alles auf zwei Beinen, also von Menschenkraft nach oben befoerdert. Ein guter Porter (Gepaecktraeger) transportierte bis zu 120 Kilo an Waren in die Bergregionen um das geschlauchte Trekkerherz mit den zivilisatorischen Annehmlichkeiten zu versorgen. Vom Snickers bis zur Bierflasche gelangte alles auf den Schultern der "Nichtpriviligierten" in die Lodges, um uns "Priviligierte" zu verwoehnen. 50 nepalesische Rupien (50cent) wurden pro Kilo Last von Kathmandu bis nach Namche Bazaar (3600m) gezahlt. Und man darf nicht vergessen auch die menschlichen Lastesel waren vom Flachland ausgehend rund 2 Wochen unterwegs - und bei dieser Rechnung ist der Rueckweg noch nicht einberechnet! Ferner muss berucksichtigt werden, dass auch ein Porter essen und schlafen muss, diese Kosten muss er natuerlich selbst begleichen!
Die Maoisten lagen bei den Stimmauszaehlungen schon vor unserer Abfahrt nach Jiri (dem Ausganspunkt) weit und klar vorn. Noch in Kathmandu konnte man die ausgelassenen Siegesfeiern beobachten. Die Maoisten wurden vor allem von der armen Bevoelkerung im Westen (Maoistcountry) des Landes und der Bergregionen unterstuezt. Auch ich sympathisierte zunaechst mit den Maoisten. Ich dachte mir warum nicht ein wenig Kommunismus, wenn sie die katastrophale Lage im Land wenigstens etwas verbessern wuerde. Die Lage hatte sich seit meinem letzten Besuch vor 5 Jahren dramatisch verschlechtert. Jedoch hoerte ich in der Fortdauer meines Aufenthaltes immer des ofteren seltsame Geschichten ueber das Gebahren dieser postkommunistischen Bewegung, die sich die Maoisten nannten - und dem Wortlaut entsprechend vom grossen Bruder China unterstuetzt wurden. Da gab es Geruechte ueber Unterdrueckung und Folterungen an Andersdenkenden, ueber Wahlmanipulationen unter Androhung von Gewalt in entlegenden Bezirken usw.. Ich wurde im Zuge meiner Befragungen zunehmend skeptischer.

Noch bis kurz vor den Wahlen schwadronierten die maoistischen Rebellen hier durch die sogenannte Khumbu Region in der wir uns befanden und zwangen die darbende Dorfbevoelkerung um Spendengelder, um ihren sozialistisch-kommunistisch inspirierten Siegeszug zu finanzieren. Das Guesthouse indem wir uns in Junbesi einquartiert hatten, gehoerte einst einer recht einflussreichen und wohlhabenden Familie. Diese weigerte sich, die von den Maoisten geforderte Summe zu zahlen. Das Haus wurde teilweise zerstoert und einzelne Familienmitglieder aus Rache gedemuetigt und misshandelt. Die Familie floh in die Vereinigten Staaten und vermietete das grosszuegige Gebaeude an nahstehende Verwandte. Zumindest was Menschenrechte betrifft, scheint bei den Maoisten der chinesische Einfluss schon Fuss gefasst zu haben!


Dienstag, 8. April 2008

34. Gruss aus der kosmischen Verzueckung...







... I am going on a dreadlock holiday, cause i like it! So lautete eine Zeile des groessten Hit der englischen Band 10cc im Jahre 1978. Die dazu gehoerige LP erschien unter dem ironischen Titel: "Bloody Tourists"!




...westlicher Yogaschueler in fortgeschrittener Kamelposition

...Dreadlocks nur auf Termin und Bestellung?!


Ich bin in Rishikesh am Fusse des Himalayas, dort wo der Ganges noch fast verunreinigt ist. Nur 21 km entfernt von Rishikesh liegt eine der heiligsten Staedte Indiens, Haridwar die auch schon mal Schauplatz des wichtigsten hinduistischen Festes war, der Kumbh Mela. Beide Orte sind so heilig, dass Alkohol und Fleisch strengstens verboten sind. Selbst das gute Fruehstucksei fehlt auf jeder Speisekarte. Rishikesh erlangte zum ersten Mal in den spaeten 60er Jahren besondere Aufmerksamkeit in der Weltoeffentlichkeit, als die Beatles den damals beruehmten Maharishi Mahesh Yogi aufzusuchten um sich ein wenig in spirituelles Fahrwasser zu begeben. Der Maharishi ist uebrigens vor wenigen Wochen verschieden, was hier in den indischen Nachrichten zu sehen war.

Ich dachte mir Rishikesh als suendenfreier Raum waere ein gutes Exil fuer mein Dasein. Ich hatte das Gefuehl, meinem Koerper nach den dekadenten Tagen in Suedostasien etwas Geiselung und Selbstkasteiung verordnen zu muessen. Da meine Glieder schon seit jeher etwas steif sind, sollten diese durch einen einwoechigen Yogakurs fuer Anfaenger etwas auf Vordermann gebracht werden.
Da ich mit Religion und Spiritualitaet nicht allzu viel am Hut hatte, suchte ich nach einer eher wissenschaftlich ausgerichteten Yogavariante. Im Vorfeld fragte ich deshalb in einem einschlaegigen Forum um Rat:..."ob mir jemand bitte ein Yogarichtung empfehlen koenne, die tendenziel eher praktisch und weniger spirituell ausgerichtet sei."
Als ich am daraufolgenden Tag ins Forum schaute um die Resonanz abzurufen staunte ich nicht schlecht. Mein Briefkasten war dabei ueberzuquellen! Leider war nicht eine unter den ganzen Antworten dabei, die mir ernsthaft weiterhalf. In einer mail hiess es;..."wenn du nicht glauben willst, dann bleib da wo du bist!". Ein anderer Ratgeber unter dem Pseudonym 'Preacher'?! schrieb mir: "Geh mal lieber ins Fitnessstudio und mach ne Diaet!" Ich wusste gar nicht das spirituelle Menschen so boese sein konnten?!
Aber was war ueberhaupt Spiritualitaet fragte ich mich immer mehr im Zuge meines Vorhabens. Spiritualitaet und religioeser Eifer bedeuteten doch nicht das gleiche - oder? Ich ueberlegte ein wenig. Es musste soviel bedeuten wie Selbstvergeistigung oder vielleicht 'In sich gehen'? Ferner fragte ich mich wer waren diese Spirituellen ueberhaupt? Gehoerten sie nicht zu diesem Menschenschlag, der mit allen Mitteln nach der Glueckseeligkeit suchte ? Diejenigen die gerne an Horoskope glaubten und Tarotkarten legten? Waren es nicht solche Menschen die tendenziell zu Therapien neigten und ihr Glueck staendig im mystischen Umfeld suchten? Die Selbstbezogenen - die immer nur ihr eigenes Glueck vor Augen hatten? Nie die Wahrheit akzeptierten, indem sie immer Andere und Anderes fuer ihr Leiden verantwortlich machten? Diejenigen die nie ankommen weil sie nie zufrieden sind? Ich sollte es bald herausfinden!
Ich hatte mich letztlich fuer Hatha Yoga entschieden. Eine Yogarichtung die ihren Ursprung im 15. Jahrhundert hatte und die angeblich schon Lord Shiva ins Nirvana befoerderte. Das schien mir eine gute Wahl. Das Wort Yoga stammt aus dem "Sanskrit", einer der aeltesten Schriftsprachen unserer Welt, und bedeutet Vereinigung. Damit sind die Verschmelzung verschiedener Elemente gemeint, wie Sonne und der Mond oder Koerper, Seele und Geist. In meinem Ashram gab jeweils am Morgen und am Abend eine Session von 1,5 Stunden, geleitet von Swami Umesh Yogi. Ein gutausehender junger Inder so um die Anfang 30. Ein Yogibeau koennte man sagen. Moechte nicht wissen wieviele westliche Studentinen er schon auf seinem Gewissen hatte?
Yoga bestand aus verschiedenen Asanas (Positionen) die man einnahm und in denen man fuer eine gewisse Zeit verharrte. Jede Asana hatte eine bestimmte Wirkung. Wichtig war dabei, dass die jeweilige Asana bewusst ausgefuehrt wurde und das die Atemtechnik stimmte. Es gab Asanas welche die die Verdauung foerderten, vorbeugend gegen Nervositaet und mentale Schwaeche als auch gegen Angst wirkten. Und da gab es welche die unsere Konzentration staerkten und jawohl es gab sogar Asanas die bei sexuellen Problemen helfen sollten. Kurzum, es gab Asanas gegen Alles und fuer jedes Wehwechen.
Manchmal musste ich wie ein Flamingo auf einem Bein stehen, angereichert mit weiteren schmerzhaften Verrenkungen. War manchmal gar nicht so einfach! Dann gab es die sog. Kamelposition (siehe Bild), die Totenstellung, den Drehsitz usw.. Am meisten Probleme bereitete mir der Lotussitz (verschraenkte Beine mit Gesaess auf dem Boden, Buddhaposition). Leider musste ich schon nach kurzer Zeit feststellen, dass ich mit Abstand der steifeste Bock unter den meist weiblichen Studentinnen war. Ich gab aber nicht auf und konnte nach einer Woche sogar meine Fussspitzen fast mit den Handflaechen beruehren. Am Schluss einer jeden Sitzung murmelte man Mantras vor sich hin, wobei ich mich allerdings in bezug auf meine Authentizitaet etwas zurueckhielt. Nur einmal hab ich mich der westlichen Dekadenz waehrend meines Aufenthaltes in Rishikesh unterworfen. Auf einem indischen Sportkanal zeigte man die Championsleauge Paarung Schalke gegen Barcelona.

Rishikesh war heute sowas wie ein spirituelles Disneyland. Von 'organic food', spirituellen Buechern ueber spirituelle Musik (die alle 15 Meter aus den Boxen der CD Verkaufsstaende droehnte) jeder Art, war alles zu haben. Eine Schlaraffenland fuer den heilsuchenden Westler. Und natuerlich wurde von Yoga bis Reiki - der Ayurwedamassage bis zum Handflaechenlesekurs alles feilgeboten. Spiritualitaet als Ware?!
Die westlichen Pilger hier vor Ort trugen gerne Rot. Man ging gerne Barfuss und gab sich etwas schmutzig und verzottelt. Waehrend in Thailand noch Glatze, Muskeln und Tatoos die Travellerszene dominierten, gab man sich hier vor allem 'hippiefied' und 'freakig'. Ich habe wohl noch nie so viele Dreadlocks auf einem Haufen gesehen wie in Rishikesh. In Sachen Dreadlockdichte koennte wahrscheinlich hier nicht mal good old Kingston town auf Jamaika mithalten.
Jeder Ort hat eben seine eigene Mode. Da haben wir Menschen schon etwas Amphibienhaftes an uns, indem wir uns immer wieder neu unserer Umgebung bzw. unserem Umfeld anpassen. Quasi eine Art Metamorphose an einen neuen Lebensraum - wenn auch nur temporaer: Der St. Paulianer traegt mit Vorliebe schwarz. Der Spirituelle hingegen eher rot. Die Militanten lieben es gefleckt. Der brave Oeko bevorzugt Birkenstock's und Wollpullover. Der Kiffer in Indien zwirbelte unentwegt an seinen Dreads, waehrend die Reichen in Monaco zu italienischen Designerlabel's wie Prada und Gucci tendierten. Mode und Dresscodes werden zur Kirche der Gesinnung! So ungefaehr wie mit 14 in der Pause auf dem Schulhof. Man rauchte, selbst wenn es einem nicht schmeckte. Man wollte dazugehoeren, so eine Art Gruppenzwang!
Wie formulierte es nochmal dieser franzoesische Philosoph in den 60er Jahren, dessen Name mir gerade nicht einfaellt. "Die Menschen denken nicht, sondern werden vielmehr gedacht!" Ich meiner Selbst natuerlich auch - um den aufsteigenden Blutdruck der Gutmenschen zu senken!
Zwischen dem heiligen Haridwar und Rishikesh lag auf halber Strecke der Ort 'Midway'. Ein Suendenbabel! Dort gab es Fleisch und Alkohol in Huelle und Fuelle. Es ist dort immer maechtig was los. Aber anscheinend mussten auch mal die geschlauchten Haridwaner und Rishikaner gelegentlich mal ihren Brummkreisel anschmeissen...Ohhm Hare Krishna Ohhm